„Behütet in das neue Schuljahr“

Noch etwas schüchtern und aufgeregt saßen die 15 Erstklässler in der ersten Reihe der Pfarrkirche „St. Peter und Paul“ in Urmitz-Bahnhof, als Frau Rech im Schulgottesdienst die Schüler, Lehrerinnen, Familien der Schulneulinge und die Kinder der Kita Schillerstraße mit ihren Erzieherinnen begrüßte. Gemäß dem Motto „Behütet“ kamen einige Schüler und Eltern mit einer Kopfbedeckung in die Kirche. Wie bei einer Modenschau marschierten die Drittklässler mit lustigen Hüten, Helmen und Käppis in die Kirche ein und erklärten, wozu Sonnenhut, Bauhelm, Fahrradhelm, Wollmütze, Ritterhelm, Imkerhut und Käppi gut sind. „Behütet zu sein“ bedeutet nämlich, einen Schutz zu haben vor Regen, Kälte und Gefahren. Und auch in der Bibel findet man viele Stellen, wo Gottes Zusage gepriesen wird, die Menschen zu behüten. Der Satz aus dem Psalm 121 „Der dich behütet, schläft nicht“ begrüßt in der Bahnhofer Kirche in einem Bild der Künstlerin Beate Heinen jeden Gottesdienstbesucher am Eingang der Kirche. Auf einem großen Plakat fanden die Erstklässler den gefalteten Hut aus einer Geschichte wieder, die sie vor ein paar Wochen bei ihrem Besuch in der Schule gehört hatten. Um den Hut herum flatterten viele bunte Schmetterlinge mit ihren Namen. Auch die Eltern fanden ihre „Wunschzettel“ in der Form eines Hutes wieder, denn sie hatten bei ihrem ersten Elternabend Wünsche für ihr Kind aufgeschrieben. Dass die Schulneulinge an der Schule behütet werden, erfuhren sie von ihren großen Paten, den Viertklässlern. Als äußeres Zeichen überreichten sie ihren Patenkindern eine Sonnenblume mit aufmunternden Worten. Nach dem Schlusslied „Gott, dein guter Segen ist wie ein großer Hut“ begab sich die gesamte Schulgemeinschaft in die nahegelegene Halle, um mit einem weiteren Programm die Erstklässler willkommen zu heißen. So schmetterten die 2. , 3. und 4. Klasse in einem Lied ihr „Herzlich willkommen“ , bevor die Drittklässler mit dem Flötenstück „Rumba“ die Gäste erfreuten. Frau Schnee vertrat in ihrer Ansprache die Schulleiterin Frau Schumacher, die an diesem Tag ihre eigene Tochter einschulte. Als Zeichen dafür, dass die neuen Erstklässler auch in der neuen Schule behütet sind, bekamen die neuen Schülerinnen und Schüler ihren eigenen „Hut“ (ein grünes Käppi mit ihrem Namen darauf) geschenkt.

Frau Hörter hatte mit ihren Zweitklässlern einen wunderschönen Tanz zum Lied „Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm“ einstudiert. Und die Viertklässler zogen ihre Hüte beim Lied „Hut ab“ von Rolf Zuckowski. Am Ende der Einschulungsfeier sangen alle Kinder und Gäste in der Halle gemeinsam das Lied „Mein Hut, der hat 3 Ecken“ und versuchten, die Bewegungen mitzumachen. Das sorgte nach all der Anspannung für Auflockerung und Erheiterung. Während die i-Dötzchen nun endlich mit ihrer Klassenlehrerin Frau Herbst in die Schule zu ihrer ersten Unterrichtsstunde gehen konnten, durften die Eltern sich bei Kaffee und Kuchen, vorbereitet von Eltern des Schulelternbeirates und des Fördervereins, gemütlich zusammensetzen und austauschen. Pünktlich zum Schulschluss kamen stolze Schülerinnen und Schüler aus der ersten Klasse marschiert und fielen ihren Eltern nach einem gemeinsamen ersten Klassenfoto strahlend in die Arme. Von den Eltern gab es die wunderschön gebastelten und liebevoll gefüllten Schultüten. Jetzt konnte der gelungene Schulstart gefeiert werden. Und tatsächlich erschienen am nächsten Tag alle Erstklässler genauso froh und motiviert, um in der Schule ganz viel zu lernen und Spaß zu haben mit den neuen Mitschülern und Lehrerinnen.

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